Aus der Sicht eines TSV-Philosophen und Spielers (Florian Wittmann) 

Das Spiel in Neudorf fand nicht statt,
denn die wenigen Gesunden waren matt
und da es keine Wunderheilung gab,
ging's mit dem TSV bergab.
Bei der Fußballvereininung
ereignete sich also keine Abnutzung
der geschundenen Knochen,
so dass nun zwei Wochen
nach dem letzten Spiel
Rinklingen war das neue Ziel.
Gegen den Vorrundentiefflieger,
in der Rückrunde aber Seriensieger,
wollte unser letzter Haufen
ganz und gar nicht durchschnaufen,
sondern mutig agieren
und am Ende triumphieren.
Das Spiel startete gleich rasant,
denn die Zuschauer starrten gebannt
auf Steinbachs exzellenten Schuss -
nur Rinklingens Torwart verhinderte den Führungsgenuss.
Mächtig Druck machte Oberöwisheims Flügelzange,
wegen der wurde den Gästefans schnell Angst und Bange.
Links hielt Michael Dieterle jeden Ball,
sein Gegner brachte ihn nicht zu Fall,
dann lief sein Motor rund
und er sich seine Füße wund.
Doch die Belohnung erhielt er nicht,
denn der gegnerische Torwart war ganz erpicht,
den scharfen Schuss zu halten
und unsere beiden Lichtgestalten,
mit Namen Fetzer und Hahn
gaben uns nun den Alternativplan.
Das Spiel kam nun auf unsere rechte Seite,
dort war Florian Wittmann nicht nur besser im Wortstreite,
nein, sein Gegenspieler war auch ein armer Tropf,
denn der Haarausfall auf seinem Kopf
zeugt von den Sorgen, die im Wittmann machte,
da dieser ein Feuer immer mit demselben Trick entfachte
und so dem Rinklinger die Haare vom Kopf brannte,
während dieser hinter unserem Spieler herrannte.
Auch Volkan Esen und Kevin Krutina, die übrigen Angriffsspitzen,
konnten die Gemüter bisweilen erhitzen,
doch die von ihnen ausgestrahlte Torgefahr
war insgesamt dann doch zu rar.
Hinten konnten sich Rebel's Mannen
lange Zeit entspannen,
denn der Rinklinger Sturm
glich in der Durchschlagskraft mehr einem Wurm.
Vereinzelt wurde gab es Gefahren,
doch Josia Ockert konnte uns vor dem Rückstand bewahren.
Hervorragend waren die Herren Sorn, Steinbach und Keller,
denn unsere weithin bekannten Beinsteller
sorgten beim Rinklinger Anhang für reichlich Frust
und auch den Gästespielern verging zusehends die Lust.
Kurz vor der Pause jubelten sie aber doch,
denn sie fanden in unserer Abwehr ein Loch,
das sie geschickt und clever ausnutzen
und dann unser Torverhältnis beschmutzten.
Nach der Pause folgte gleich,
Rinklingens zweiter Streich.
Das Spiel ist verloren und aus,
dachte man sich vor dem Clubhaus.
Doch das dachte nicht Sven Bühler
und streckte zu den Trainern seine Fühler.
Die schickten ihn ins Spiel
und als der Ball ihm vor die Füße fiel,
war seine Stunde gekommen:
Auf der Tribüne wurde sein Name vernommen,
als man den Torschützen anpries
und es geschah dies
in einer Art und Weise,
dass niemand mehr war leise.
Das Volk war noch nicht wieder still,
als der Toralarm wieder läutete schrill.
Der Ausgleich war Michael Altdörfers Produkt,
er hatte damit den Rinklingern in die Suppe gespuckt.
Doch die Freude währte nicht lange,
denn bald wurde es unseren Trainern bange,
weil sie weitere Verletzte mussten fortschaffen,
sie griffen also zu den letzten Geheimwaffen.
Mit Dominik Zimmerer und Devin Bürkle kamen zwei Granaten,
dem Publikum waren bisher kaum bekannt ihre Spielerdaten.
Doch das wird sich bald ändern, denn bei diesen Waffen,
werden alle anderen Kreisligaspieler erschlaffen.
Die Spannung hielt bis sechs Minuten vor Schluss,
dann glückte Rinklingen der goldene Schuss.
Danach konnte sich der Gast des Sieges sicher sein,
geschlagen war unser Verein.
Vorher konnte Dogancay, Rinklingens alter Silberrücken,
mit einem Kopfball die Gästefans verzücken
und die Führung wieder herstellen -
dafür erntete er von den Heimzuschauern enttäuschtes Bellen.
Das Spiel war rum,
verloren - wie dumm.
Doch erntete unser Team viel Applaus,
war es doch gut gewesen, ich sag's frei heraus.
Nun wollen wir aus Menzingen
die Punkte mitbringen.
Wer dort aufläuft, ist nicht klar,
mancher ist kaum noch belastbar.
Montags kann man nämlich beobachten,
wie viele ihre verletzten Kadaver zum Arzt verfrachten.
Und dort sitzen sie zusammen in illustrer Runde,
es vergeht Stunde um Stunde,
bis die Diagnosen kommen
und sie einmal vernommen,
bedeutet dies, dass der Kader weiter schrumpft -
in Verletzungssachen sind wir schon abgestumpft.
Doch egal, es wird elf Spieler geben,
die in Menzingen das Spiel beleben,
dort kämpfen und rennen
und ein Feuerwerk abbrennen.

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