Aus der Sicht eines TSV-Philosophen und Spielers (Florian Wittmann)

Fußball gab es auch am Gründonnerstag,
sogar übertragen live nach Prag.
Dort sahen die zusehenden Tschechen
viel Getümmel in den Strafraumflächen,
denn mit Anpfiff drängte Neuthard vor
auf der Suche nach dem frühen Tor.
Michael Rebel kämpfte fleißig -
Respekt, er wird bald dreißig.
Trotzdem war jede Ecke für uns eine Gefahr,
das sah auch ein Scout aus Myanmar,
der gekommen war
mit einem Wechselformular,
um es Josia Ockert zu offerieren,
der Asiate wollte über's Wechseln kommunizieren.
Doch unser Torwart ließ ihn abblitzen,
denn er übt seine Fingerspitzen
lieber im TSV-Tor.
Doch der entscheidendd Faktor
war wohl der Umstand,
dass Josia im asiatischen Land
die dortige Sprache nicht versteht,
die zu lernen, hätte seinen Zeitplan aufgebläht.
Lernen musste auch unser neuer Reservist,
denn dieser Frisurenindividualist
musste nach manchem Namen fragen,
und dabei manches Gesicht ertragen.
Am Morgen war er in Hamburg abgehoben,
kam zusammen mit den Dopingproben,
die bei uns alle negativ ausfielen,
kein Wunder - bei unseren Spielen
wird nur Finalgon benutzt
je Spieler eine Tube ausgenutzt
und dank der Hitze und dem Brennen
kann sogar Lars Bühler wieder rennen,
der wochenlang pausierte,
unterdessen in Oö hausierte.
Man hört, er war beim Physio Dauergast,
der hängte ihn an seinen Strommast.
Die Behandlung wirkte Wunder,
nun läuft er deutlich runder.
Dagegen konnte Andi Ay nicht kicken,
er muss sich erst neue Socken stricken.
Die Alten sind nämlich aufgebraucht,
durch Finalgon vollständig verraucht.
Hingegen war dabei Volkan Esen,
doch außer Spesen nix gewesen.
Sein Schuss ging nicht in die Maschen,
er ließ sich vom Torwart überraschen,
als er zielte und der vor ihm stand,
da war's soweit, des Stürmers Mut schnell schwand.
Michael Dieterle hatte die gleiche Chance,
kam ebenfalls aus der Balance.
Sein Motor geriet ins Stocken,
da hat er sich total erschrocken,
denn als stand vor dem Tor,
quoll von innen Motoröl hervor.
Sein Motor gab kurz den Geist auf,
da war Dieterle aus dem Lauf
und vergab' aus bester Position,
der Torwart entschärfte die Situation.
Am Ende war es wie immer,
nicht besser, auch nicht schlimmer.
Neuthard traf dann doch noch dreifach,
sehr zum Ärger von Sebastian Steinbach,
der seine Spitzenposition behielt,
denn der Grund, warum er spielt,
ist folgender Preis -
auf die gelbe Karte ist er heiß.
Das Spiel zwar verloren, verraucht aber bald der Zorn,
dafür sorgte schon Jeremias Sorn,
noch so ein Invalide,
unser Rauschebartdruide.
Im Clubhaus war die Stimmung auf dem Gipfel,
sie erklomm alle Wipfel.
Was aber zu feiern war,
schien Außenstehenden nicht ganz klar.
Deutscher Meister, Pokalsieger,
geschickt im Umgang mit dem Papierflieger.
Vielleicht war es auch nur der Feiertag,
der sorgte für den Stimmungszuschlag.
Um zwei machte Lothar dicht,
war auf's Schließen sehr erpicht.
Wir standen dafür auch bereit,
Auswärtige waren zum Übernachten verteilt.
So traten wir den Heimweg an,
schnellen Schrittes ging Lars voran,
der nach Aussage von uns'rem Trainergockel
ganz oben steht auf dem Antrittssockel.
Am 12. Mai geht es mit dem Kicken weiter,
gegen Odenheim wird's hoffentlich heiter.
Zum Lokalduell gibt' wieder 'ne internationale Schaltung,
in Prag sorgt das für beste Unterhaltung.
Hoffentlich ist bis dahin wieder da Aljosha Keller,
denn unser Rasenmäher und Abwehrbeller
hat heute früh das Auto nach Köln bestiegen,
blieb aber schon bei Mannheim liegen.
Jetzt fährt er mit Bus und Bahn,
kommt also mit Verspätung an.
Zurück nimmt er ein Schiff,
umschifft damit jedes Riff.
Ist aber Stau auf dem Rhein,
braucht er einen Urlaubsschein.
Egal, wir werden schon elf Mann finden,
die sich gegen Odenheim auf dem Platz rumwinden.

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