Aus der Sicht eines TSV-Philosophen und Spielers (Florian Wittmann)

Am Sonntag war der TSV zu Gast in Weiher
und plante dort im Jahr 2015 die erste Siegesfeier.
In Scharen waren die Fans gekommen
und haben sich gebührend benommen.
Karl-Hermann war gleich außer Rand und Band,
schimpfte über Weiherer mit und ohne Verstand.
Wer immer ihn böse anblickte
oder den Ball ungelenk rumkickte,
der stieg auf ihn Karl-Hermann's Liste
und ist man auf dieser Abschusspiste,
empfiehlt es sich, das Zeitliche zu segnen
und zu hoffen, ihm in der Hölle nicht zu begegnen.
Doch nun zum eigentlichen Spiel,
das uns doch sehr gefiel.
Lange sahen wir wie der sichere Sieger aus
wegen Hassmann wurde nix draus.
Hassmann war in der Nachspielzeit hellwach,
kam an den Ball und versenkte ihn mit Krach.
Ansonsten blieb Weihers Mintal ziemlich blass,
Rebel's Mannen machten ihn meistens nass.
Ohne seine goldnen Momente wäre Hasse im besten Fall
nur ein Mann für den Tanzkursabschlussball.
Weiher, das uns nichts zutraute,
dem bald vor ihrem und unserem Spiel graute,
ja der FC brachte lange nix zu Wege,
sie operierten beim Spielaufbau wie in der Alterspflege
fehlerhaft und unpräzise
war oft die einzige Devise
und wenn es mal vor Josia's Hütte brannte,
dann nur, weil unsere Abwehr nicht die Lösung kannte,
mit der der Ball zu klären war -
Tänzchen am eigenen Strafraum sorgten dann für Gefahr.
Alles gab im Sturm Lars Bühler,
dank Finalgon wurde ihm nicht kühler.
Einmal mussten wir uns um ihn sorgen
und seine Knochen auf dem Platz borgen.
Er war, was man beweisen kann,
viel früher als sein Gegner am Ball dran.
Doch wie es nunmal bei großen Leuten ist
und es einfach bei ihnen viel Zeit frisst,
Befehle vom Hirn zu den Füßen zu senden.
Daher ließ Langer es auch nicht beim Abdrehen bewenden
und zog die Füß nicht zurück.
Dass Lars nix passierte, war sein Glück.
Für Langer war die Gelbe Karte der Lohn,
von Karl-Hermann kamen mangels Wurfgeschoss nur Hohn.
Davon ließ Grün-Weiß sich nicht bedrücken,
man wollte lieber mit Leidenschaft verzücken.
Stefan Ay stürmte nach hinten und dann wieder vor,
verwehrt blieb ihm aber leider sein Tor.
Die Show stahl ihm sein eigner Bruder,
denn dieses streitsüchtige Luder,
das Fußballplatz und Boxring nicht zu unterscheiden weiß,
aber dafür nicht zahlen muss den Preis,
da er den Gegner zu einem Tritt hinreißt,
dem dann der Schiedsrichter beweist,
dass er Tritte nicht mögen tut -
die rote Karte fand Karl-Hermann gut.
Weil keiner sich traute,
es allen vor dem Torwart graute,
Rebel hinten schäumte,
da er vom Tor träumte,
sie ihn aber nicht ließen
den Elfmeter schießen,
bezof Andreas Ay beim Strafstoß Position,
verzichtete beim Schuss auf Ballrotation.
Schnell wie der Blitz war sein Ball,
beim Aufprall am Torwart gab es einen lauten Knall.
Weihers Nr.1 konnte die Kugel nicht abwehren
oder den Nachschuss für Andreas erschweren,
da konnte dieser extra glänzen
und den Ball doch ins Tor schlenzen.
Auch Michael Dieterle, unser Laufwunder,
wäre er ein Auto, liefe keines runder,
war schneller als der Blitz,
im Kopf staute sich bei ihm die Hitz'.
Bei Michael kann man ohne Frage seh'n -
Motzen und Schimpfen ist ein dominantes Gen.
Veerbt nach den Regeln von Mendel,
sorgt es immer wieder für Händel.
Zur größten Unterhaltung
fehlte zu Lothar eine Schaltung.
Doch nächste Woche ist auch er bereit
gegen Heidelsheim zur besten Sendezeit.
Bis dahin muss Karl-Hermann Wurfgesfchosse laden
und sich üben in neuen Schimpftiraden.
Gegen Dieterles alten Verein
knallen wir die Tore rein.
Der Kimmich wird schon schauen,
nachts wird's ihm danach cor uns grauen.
Denn heute spätestens wurde es bekannt:
Die Jungs vom TSV sind die Besten im ganzen Land.
Michael Dieterle bläst zur Attacke,
die Grün-Weißen stürmen aus der Clubhaus-Baracke.
Sie scheuen keine Schmerzen,
kämpfen mit ganzem Herzen,
sind stets ein Team,
ob mit oder ohne Jim Beam.
Nur beim Kampf ums Bier hört die Freundschaft auf,
jeder haut auf den anderen drauf.
Doch so lieb' ich meine Leute
und ende nun für heute.
Am Sonntag geben wir wiedee Gas
und haben zusammen enormen Spaß.
Dann klappt's auch mit dem Siegen -
wir lassen uns nicht unterkriegen!

 

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